Was haben Hunde und Babys gemeinsam?

Hund und Baby

Wenn wir mit einem Baby sprechen, geht unsere Stimme automatisch eine Oktave nach oben. Bei Hunden verhalten wir uns ähnlich oder sollten es zumindest. Denn sie scheinen uns dann mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Stimmt dies tatsächlich und was steckt dahinter?

Hund und Mensch: Eine besondere Beziehung

„Der ist aber niedlich“ oder „Holen wir dir ein Leckerli?“ wird mit hoher Stimme gesagt. Dabei schauen wir der Fellnase direkt ins Gesicht. In unseren Worten steckt eine klare Betonung. Wir richten unsere Energie auf das Fellknäuel. Genauso machen wir es auch mit Babys und Kleinkindern.

Doch nutzt diese typische Babysprache überhaupt etwas? Hunde können unsere Worte nicht wirklich verstehen. Sie beachten jedoch Tonlage und die Länge unserer Sätze. Bei steter Wiederholung prägen sich diese Kombinationen fest ein. Unsere intelligenten Vierbeiner assoziieren dies dann mit gewissen Tätigkeiten wie „spazieren gehen“ und „Es gibt Fresschen“.

Uns scheint ein Urinstinkt innezuwohnen, welcher unsere Stimme automatisch anhebt. Wir reagieren auf das niedliche Gesicht. Egal ob vom Kind, Welpen oder erwachsenen Hund.

Reagieren Welpen und Ausgewachsene gleichermaßen?

In der Hundeforschung gibt es nun neue Erkenntnisse. Früher nahmen Wissenschaftler an, dass nur das Welpengehirn sensiblen auf die hohen Töne reagiert. An der Universität von York dringt nun eine andere Nachricht durch. Ihnen war es wichtig herauszufinden wie die Mensch-Hund-Beziehung beeinflusst wird.

Statt nur Lautsprecher mit Ansagen abzuspielen, standen sich nun Mensch und Hund gegenüber. Die gemeinsame Anwesenheit sollte den Unterschied ausmachen. Alle Reaktionen der 37 erwachsenen Hunde wurden festgehalten.

Eine Testperson setzte sich hin und las hundebezogene Sätze vor. „Sollen wir spazieren gehen?“ und Ähnliches. Dabei hob die Person ihre Stimme zur Babysprache an. Eine zweite Person verkündete für den Hund völlig unwichtige Informationen wie den nächsten Kinobesuch. In weiteren Experimenten wechselte man zwischen hunderelevanten und normalen Informationen, sowie der herkömmlichen und der Babysprache.

Die Aufmerksamkeit der Vierbeiner wurde durchgehend erfasst. Um am Ende die größte Zuneigung feststellen zu können.

Ergebnis der Tests

Die erwachsenen Hunde interagierten vorrangig mit der Person welche in Babysprache kommunizierte. Vor allem dann, wenn sie relevante Informationen für den Hund zu bieten hatte. Uninteressante Themen, ebenfalls in Babysprache vorgetragen, erhielten weniger Resonanz.

Hunde können also sehr wohl Unterschiede zwischen dem Gesagten machen. Hierbei spielen ihre eigenen Erfahrungen eine Rolle, sodass sie alles miteinander verknüpfen können.

Wenn Sie also möchten, dass Bello Ihnen ganz genau zuhört, ist die Stimmlage absolut entscheidend. Womit Sie zeitgleich eine engere Bindung zu Ihrer Fellnase aufbauen.