Hund oder Hündin: Welches Tier anschaffen?

Hund oder Hündin?

Charakter muss er haben, der Hund. Doch hängt dieser vom Geschlecht ab? Welche Unterschiede gibt es noch zu berücksichtigen? Hund oder Hündin, das ist hier die Frage. Wir betrachten die Haustieranschaffung aus verschiedenen Blickwinkeln, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Hund oder Hündin: Optische Unterschiede

Wenn Sie sich schon auf eine Hunderasse festlegen konnten, bemerken Sie zunächst den Größenunterschied. Häufig sind die Weibchen um einiges kleiner als die Rüden. Somit werden sie vermutlich auch weniger Futter benötigen. Als Schutzhund imponiert ein großer Verteidiger natürlich umso mehr.

Männliche Vierbeiner tendieren zu einem kräftigeren Körperbau. Langhaarige Rüden tragen mehr bzw. dichteres Fell. Was sich auf Ihrem Sofa, den Teppichen und im Auto bemerkbar macht.

Eine Hündin wird läufig

Der wirklich wesentliche Nachteil einer Hundedame ist, dass sie ein- bis zweimal im Jahr ihre „heiße Phase“ durchlebt. Nicht selten kleiden Hundebesitzer dann ihr Weibchen mit Windeln ein. Ansonsten gäbe es ständig Flecken auf Böden und Bezügen. Doch nicht nur das: Eine läufige Hündin tendiert dazu aggressiver zu sein. Schlussendlich möchte sich in dieser Zeit auch jeder Rüde mit ihr paaren.

An Freilauf ist deshalb wochenlang nicht zu denken. Jeder Hundekerl in der Nachbarschaft wird sofort den Braten riechen. Lässt sich die Hündin dazu verleiten, so nimmt sie gerne Reißaus. So mancher Zaun hält sie jetzt nicht mehr ab. Bemerken es Herrchen und Frauchen nicht schnell genug, kündigt sich bald ungewollter Nachwuchs an.

Mit einer läufigen Hündin steht die Teilnahme an Hundeschulen, Ausstellungen und Spaziergängen im Rudel nicht mehr zur Debatte. Sie erhält somit „Hausarrest“ wie ein ungezogenes Kind. Obwohl sie für den Lauf der Natur nichts kann.

Tipp: Ihre erste Läufigkeit durchlebt eine Hundedame im Alter zwischen 7 und 14 Monaten. Kleinere Hunderassen kommen meist „früher in den Genuss“.

Ca. 9 Wochen nach der Läufigkeit geht der Spaß weiter. Nicht jede Hündin wird scheinschwanger, aber die Möglichkeit besteht. Dann sammelt sie Spielzeug und Schuhe zusammen. Sie igelt sich zunehmend ein, will kaum noch spielen oder spazieren gehen. Weshalb einige Hundebesitzer eine Kastration durchführen lassen, wenn sowieso kein Welpenwunsch besteht.

Hund oder Hündin anschaffen?

Schlechte Karten für Hündinnen oder?

Bis hierhin wirkt es so, also gäbe es keinen Vorteil zur Anschaffung einer Hündin. Zum Glück spricht auch einiges für die Hundedame. Denn während das Weibchen nur einige Wochen im Jahr am Nachwuchs interessiert ist, sind die Männchen „stets auf der Suche“. Was einem als Hundebesitzer so manchen Ärger einbringt. Hat ein Rüde seine Herzdame ins Auge geschlossen, lässt er dafür sogar manchmal sein Fressen stehen. Oder er jault und heult, weil er nicht von ihr getrennt sein will.

Bei Rüden ist zudem ein häufigeres markieren ihres Gebietes zu erkennen. Da wird das „Beinchen heben“ schnell lästig, wenn Autoreifen oder das Blumenbeet dafür erhalten müssen. Auch möchte sich niemand auf eine Parkbank hinsetzen, die als Hundetoilette benutzt wird. Hier hilft es, wenn der Rüde schon als Welpe gelernt hat, wo er markieren darf und welche Gegenstände zu meiden sind.

Das Wesen von Hund und Hündin

An dieser Stelle können wir nur pauschalisieren. Jede Rasse und jeder Hund reagiert anders. Allerdings tritt manches Verhalten häufiger bei dem einen oder anderen Geschlecht auf. So heißt es, dass sich die Damen leichter erziehen lassen. Aus dem Grund, weil sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf ihren Besitzer richten. Rüden sollen dagegen unabhängiger wirken.

Kommen sie in die Pubertät, so scheinen männliche Hunde mehr Dominanz zeigen zu wollen. Sie testen sich und ihre Grenzen verstärkt aus. Ihre Hormone gehen durch und lässt sie so manchen Gehorsam vergessen. Treffen Rüden aufeinander, wollen sie gern aneinander messen. Sie knurren, umkreisen sich und stecken ihr Revier ab.

Den Damen ist so eine Verhaltensweise meist zu wider. Jedoch können auch sie zickig reagieren. Wenn sie dann ihre Erzfeindin auf der Straße treffen, hält sie nur noch die Leine zurück (hoffentlich).

Fazit zu Hund oder Hündin?

Wir können Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen. Hund oder Hündin, es gibt keine perfekte Antwort. Das wäre ja auch schlimm, denn wir würden automatisch ein Geschlecht bevorteilen. Schlussendlich müssen Sie verschiedene Faktoren mit einbeziehen. Hierbei fließen die Aufgaben des künftigen Hundes, seine Rasse, sowie das Umfeld (andere Hunde) mit ein.

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