6 typische Probleme mit Hunden und Lösungen dafür

Probleme mit dem Hund

Wir lieben unsere Vierbeiner und das in fast jeder Minute. Bis auf die kleinen Momente in denen sie uns Sorgen bereiten. Auf die eine oder andere Weise schaffen sie es, dass wir nachdenklich werden. „Stimmt etwas mit meinem Hund nicht?“ oder „Was kann ich bloß tun?“, gelten als häufig gestellte Fragen wenn ein Problem auftaucht.

Wir haben uns mal sechs typische Situationen von Hundebesitzern angeschaut und geben Tipps dazu, wie diese in den Griff zu bekommen sind.

Den Hund stubenrein bekommen

Wenn Sie sich einen Welpen ins Haus holen, steht Ihnen damit eine der größten Herausforderungen bevor. Natürlich weiß die kleine Fellnase nicht von Geburt an, dass es seine Geschäfte nicht in den vier Wänden verrichten darf. Als kaum bewegungsfähige Welpen werden Herrchen und Frauchen mit wasserdichten Unterlagen arbeiten (jene für Babys zum Wickeln).

Doch nachdem der Welpe zum ersten Mal die frische Luft erlebt hat, sollte sich dies ändern. Hierfür benötigen Sie viel Geduld und Zeit. Ein kleiner Ausflug alle ein bis zwei Stunden hilft der kleinen Hundeblase. Arbeiten Sie mit viel Lob und Streicheln, wenn es Ihr Vierbeiner richtig gemacht hat. Gehen Sie aber nicht zu hart mit ihm ins Gericht, wenn die Zeit nicht ausgereicht hat. Ein Malheur bedeutet keinen Weltuntergang. Mit einem geübten Blick können Sie es meistens rechtzeitig erkennen und ihrem Welpen unter die Pfoten greifen. Sprich: Ihn so schnell es geht vor die Tür tragen.

Keinen Besuch anspringen

Ärgerlich ist es ebenfalls, wenn Ihr Vierbeiner jeden Besucher anspringt. Dies geschieht aus Freude, weil mit dem Klingeln an der Tür eine gewisse Aufregung verbunden wird. Diese überträgt sich auf die Fellnase, welche hier unbedingt mitmischen will. Bei besonders nahestehendem Besuch platzt der Hund förmlich und springt an ihm hoch.

Was ein positives Zeichen darstellt, wird nicht von jedem ebenso aufgenommen. Außerdem besteht die Gefahr, dass eine Kralle im Pullover hängenbleibt und diesen beschädigt. Zwar lassen sich solche kleinen Unfälle gut über die Hundehaftpflichtversicherung regeln, aber dies muss nicht sein.

Abhilfe gibt es nur durch konsequentes Training. Hierfür brauchen Sie jemanden der nach Absprache bei Ihnen klingelt. Dadurch können Sie neben Ihrem Hund sitzen und reagieren. Er soll seinen Platz behalten und nur wenn es keine Aktion gibt, wird gelobt. Erst wenn sich diese Anspannung beim Klingeln kontrollieren lässt, gehen Sie zum Tür öffnen über.

Bei manchen Hunden genügt es, wenn diese konsequent ignoriert werden. Nicht in die Augen schauen oder ansprechen. Mensch und Hund leben zusammen, sind aber dennoch getrennte Rassen. Das wollen Sie vermitteln.

Bei Härtefällen gelingt dies nur indem Sie sich dazwischen stellen und mit klarem Kommando „Nein!“ rufen. Sperren Sie Ihren treuen Begleiter nicht in ein Zimmer. Es würde seine Nervosität nur noch steigern.

6 typische Probleme mit Hunden & Lösungen dafür

Nicht alleine bleiben wollen

Noch so ein „Problem“ mit vielen Hunden ist es, das sie nicht gern allein bleiben wollen. Als Rudeltiere sind sie es gewöhnt von Ihresgleichen umgeben zu sein. Einzelne Hunde orientieren sich an Herrchen und Frauchen als Leittiere. Wenn diese nicht zu Hause sind, wirken sie meist orientierungslos.

Beweisen Sie auch hier ausreichend Geduld. Beginnen Sie mit einer Trennung innerhalb der Wohnung. Verlassen Sie den Raum ohne Aufsehen zu erregen. Lehnen Sie die Tür an und warten Sie fünf Minuten ab. Hat Ihre Fellnase es überhaupt bemerkt? Falls ja, welche Reaktion gab es zu Ihrem Ausbleiben?

Es führt leider kein Weg daran vorbei, dass Sie diese Übung sehr oft wiederholen müssen. Aus fünf werden dann zehn Minuten. Irgendwann bleiben Sie vor der Wohnungstür stehen. Gelobt wird immer nur wenn Ihr treuer Freund nicht an der Tür gekratzt oder gebellt hat. Kombiniert mit einer intensiven Streicheleinheit.

Andere Hunde anbellen

Auch ganz typisch und sehr anstrengend bei jedem Spaziergang. Andere Hunde werden angebellt. Hier müssen Sie nach Möglichkeiten suchen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das liebste Spielzeug, Kommandos oder notfalls ein Leckerli in der Anfangszeit. Hat sich das Anbellen schon als Routine eingespielt, sollten Sie mit anderen Hunden üben. Entweder durch Absprache mit Bekannten oder innerhalb einer Hundeschule. Anbellen deutet auf eine fehlende Sozialisation im Welpenalter hin.

Zu wenig Bewegung

Hunde, selbst kleine Rassen, sind für viel Bewegung ausgelegt. Ausgedehnte Spaziergänge und Spielstunden dürfen deshalb nicht fehlen. Andernfalls altert das Tier schneller als Sie denken. Weshalb uns „Handtaschenhunde“ ein totales Grauen sind. Jeder Vierbeiner sollte mehrfach am Tage vor die Tür gehen können. Am besten unter seinen Artgenossen. Nur morgens und abends einmal für je 20 Minuten ausgeführt zu werden, ist definitiv zu wenig. Versuchen Sie stets neue Routen zu gehen, damit die Fellnase neue Gerüche und Eindrücke wahrnehmen kann.

Falsche Ernährung für Hunde

Ein Bissen von der Leberwurstschnitte, dann noch etwas Nudeln oder andere Reste vom Mittagstisch. Unsere Tiere sind keine Müllschlucker. Klar schnappen sie sich was angeboten wird, aber damit ist ihre Gesundheit gefährdet. Achten Sie auf eine artgerechte Ernährung. Kombiniert mit ausreichend Bewegung, gewähren Sie dem Tier ein langes und schmerzfreies Leben. Belesen Sie sich deshalb bitte in Büchern und Fachartikeln, was bei Bello & Co in den Napf kommen sollte.